Aus der Reihe Anwendungsbeispiele
3D-Druck wird meist mit Prototypen, Ersatzteilen oder funktionalen Bauteilen in Verbindung gebracht. Doch die additive Fertigung kann weit mehr. Besonders spannend wird es dort, wo moderne Technologie auf kreative Prozesse trifft. Genau das bietet uns die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Claudia Tebben.

Vom Modell zum digitalen Zwilling
Bereits vor der Gründung von 3Dpersolutions hat unser Mitgründer Lasse Gieskes Claudia Tebben mit 3D-Druck unterstützt. Seither beginnt die Arbeit für uns an den Werken Claudia Tebbens zunächst recht ähnlich.
Am Anfang eines Projekts steht bei ihr fast immer ein handgefertigtes Vorbild. Mal entsteht es aus einem Fundstück, mal aus mehr oder weniger klassischen Modelliermaterialien – stets als physisches Original mit der charakteristischen Handschrift der Künstlerin.
Dieses Modell wird von uns hochauflösend 3D-gescannt. So entsteht ein digitaler Zwilling, der die Grundlage für die weitere Bearbeitung bildet.


Das Vorbild wird digital zerschnitten
Nach dem Scan wird die Datei entsprechend den Vorstellungen der Künstlerin grob angepasst und vorallem auf die gewünschte Größe skaliert.
Anschließend muss die Umsetzbarkeit im gewünschten Verfahren sichergestellt werden. Die Datei wird von uns so zerschnitten, dass sie in Einzelteilen gedruckt werden kann, die jeweils für sich optimiert sind. Genauso wichtig ist, dass die Druckteile später, gemäß Claudia Tebbens Vorstellung, dauerhaft zu einer stimmigen Skulptur verbunden werden können.
Die dafür erforderlichen Maßnahmen müssen bereits in diesem Arbeitsschritt erfolgen.
3D-Druck als Ausgangspunkt – nicht als fertiges Kunstwerk
Erst wenn das digitale Modell freigegeben ist, beginnt die Fertigung. Je nach Projektgröße werden die Skulpturen überwiegend im FDM-3D-Druckverfahren hergestellt.
Die gedruckte Form bildet nicht das fertige Kunstwerk, sondern den Ausgangspunk des eigentlichen künstlerischen Prozesses. In der weiteren Bearbeitunge verleiht Claudia Tebben jeder Skulptur ihre unverwechselbare Hanschrift. Mit vielfältigen Oberflächenbehandlungen verändert, verdichtet und verfeinert sie das gedruckte Modell. So entstehen Strukturen und Details, die erst durch das Zusammenspiel von digitaler Fertigung und künstlerischer Handarbeit, ihre individuelle Ausdruckskraft entfalten.
Immer wieder werden neue Materialien ausprobiert, wie auch schon beim Druck und unterschiedliche Techniken miteinander kombiniert.


Entstanden aus einem Forschungsprojekt
Die Zusammenarbeit begann im Rahmen eines kunstwissenschaftlichen Förderprojekts der Stadt Gelsenkirchen.
Ziel des Projekts war es zu untersuchen, ob sich Skulpturen mithilfe von 3D-Druck und NFTs digital vertreiben lassen – mit dem Ansatz, dass Käufer eine Skulptur digital erwerben und anschließend selbst herstellen können.
Das Ergebnis war überraschend eindeutig.
Ein Objekt, das direkt aus dem 3D-Drucker kommt, ist noch lange kein Kunstwerk.
Erst durch den kreativen Prozess, die handwerkliche Bearbeitung und die künstlerischen Entscheidungen entsteht aus einem technischen Rohling ein einzigartiges Original.
Genau das zeigt die Zusammenarbeit mit Claudia Tebben immer wieder. Der 3D-Druck ersetzt die Kunst nicht – er erweitert ihre künsterlischen Möglichkeiten. Er schafft neue Freiheiten in der Formgebung, eröffnet experimentelle Wege und wird zu einem Werkzeug, mit dem sich Ideen verwirklichen lassen, die mit klassischen Methoden oft nur schwer oder gar nicht realisierbar wären.
Sie haben Ideen, die Sie verwirklichen möchten und brauchen Unterstützung mit der additiver Fertigung?
Wir stehen ihnen mit 3D-Scan und -Druck-Leistungen, sowie unzähligen Nachbearbeitungslösungen von der Idee, bis zum fertigen Objekt zur Seite.
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Gedruckte Skulpturen mit Claudia Tebben
3D-Druck nutzen wir auch in der Kunst. Ein Einblick in eine spannende Kooperation
Ihr Ansprechpartner
Lasse Gieskes
Produktionsleitung
l.gieskes@3dpersolutions.de
0209 3616 5826
